Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Willkommen bei der Initiative Freunde des Plänterwalds

Der Plänterwald hat eine wichtige Funktion als Erholungsraum in Berlin. Weil manche Maßnahmen der Forstverwaltung Grund zur Sorge bereitet haben, hat sich 2012 die Initiative Freunde des Plänterwalds gegründet.
Wir sind Nutzer des Waldes und Beobachter der Entwicklung. Wir wollen künftig stärkeren Einfluss nehmen um den kostbaren Wert des Waldes zu erhalten.
Kontakt: plaenterwald@gmx.de

Nutzungs- und Flächenreduzierung Spreepark !

Eine hohe Zahl von Nutzungen und Veranstaltungen im Spreepark – insbesondere im ehem. Werkstattbereich – wird das Landschaftsschutzgebiet Plänterwald durch die notwendigen Verkehre wie z.B. Anlieferung und andere Emissionen stark belasten. Allein in der Werkhalle sollen Veranstaltungen für bis zu 2.500 Besucher stattfinden. (Infos von Grün-Berlin hier)


Trotz der geplanten Verkleinerung der Umzäunung wird die Trennung des Plänterwaldes von der Spree beibehalten. Der umzäunte Bereich soll deshalb auf den Kernbereich beschränkt werden und am Englischen Dorf enden. Ein Spreezugang vom Dammweg ist dann auch ohne Brückenbauwerk gegeben. Der Werkstattbereich im Süden war nie ein Publikumsbereich und enthält keine schützenswerten „Reliquien“. Die lange Werkhalle wird wegen ihrer Barrierewirkung beseitigt, die Fläche renaturiert. Die kleineren Werkstattgebäude sind Waldprojekte mit Spreezugang und Bootsanleger. Am westlichen Eingang gibt es einen Bereich „Spreepark für alle“, ohne Umzäunung mit Naturspiel- und Sportflächen.

Es wäre wünschenswert im Kernbereich auf Eintritt zu verzichten und dafür mehr Zugänge als geplant herzustellen (Zugangsregelung Tempelhofer Feld).
Der kleine Plänterwald ist ein Juwel in der dicht besiedelten Umgebung und sollte so wenig wie möglich in seiner ökologischen Erholungsfunktion belastet werden. Durch die sinnvolle Verkleinerung der Nutzflächen und Renaturierung der Werkstattflächen ist eine nachhaltige Entwicklung möglich.
Die Flächenstudie als PDF HIER

Rodungen im Plänterwald?

Rund um den Spreepark sind viele Bäume grün markiert. Westlich der Werkhalle und dem Eierhäuschen bis zur Kiehnwerderallee ist es ein ganzes Waldstück, das möglicherweise gefällt werden soll. Ähnlich sieht es mit dem Waldstück am am geplanten Eingang West Bulgarische Straße aus.

Es sind die bekannten gelb-grünen Punkte und Doppelpunkte bei großen Bäumen sowie rote Markierungen bei jungen Bäumen. Neu ist, dass ein ganzes Waldstück betroffen ist. Viele Spaziergänger wundern sich. Die zuständigen Behörden wissen nichts von geplanten Baumfällungen und wer die vielen Bäume markiert hat. Andere sagen, es fänden Vermessungsarbeiten statt.

Sollen hier vollendete Tatsachen geschaffen werden? Freie Sicht auf das Eierhäuschen und Werkhalle, vielleicht noch eine Verkehrsfläche dazu, Abstellflächen für Fahrzeuge? Eine freie Fläche am Westeingang mit Fahrradstellplätzen?
Der Plänterwald darf durch den geplanten Spreepark nicht dezimiert werden!

Plansche soll Baustelle werden

Die Plansche im Plänterwald erfreut sich großer Beliebtheit. Die Anlage wird seit Jahrzehnten liebevoll in Schuss gehalten und sie könnte noch ewig so weiterlaufen. Für technische und optische Verbesserungen ist in den winterlichen Betriebspausen ausreichend Zeit. Der geplante Umbau hat jedoch dazu geführt, dass die Maßnahmen zur Instandhaltung offenbar abgenommen haben.

Der Bezirk Treptow-Köpenick plant einen grundsätzlichen Umbau der Anlage. Statt Brunnenwasser soll zukünftig Trinkwasser verspritzt werden. Das Becken soll „umgestülpt“ werden, statt der Neigung nach innen und einem zentralen Wasserablauf fließt das Wasser dann über einen Buckel nach außen in zahlreiche Einläufe. Warum das alles besser sein soll erschließt sich nicht. Der Aufwand zur Unterhaltung sollte eigentlich geringer werden, nicht größer. Und eine größere bauliche Maßnahme im Landschaftsschutzgebiet ist garantiert.
Endgültig aufgegeben wird mit dem Buckelprofil die Möglichkeit, zeitweise Wasserflächen anzubieten oder im Winter eine Eisbahn. Mit den vielen hunderttausend Euro könnte das jetzige Becken bequem einen rutschfesten Belag bekommen, zudem eine schöne Mittelinsel als palmenbestandener Hingucker und Wasserfilter.

Eine Fotomontage mit Palmen-Mittelinsel:

Der Bezirk hat ohne Information der Öffentlichkeit geplant und einen Wettbewerb durchgeführt. Für Ideen der Nutzer zur Zukunft „ihrer“ Plansche – für sie wird ja geplant – war bisher kein Raum vorgesehen. Nun wird die Öffentlichkeit mit dem Ergebnis konfroniert.

Informationen des Bezirks HIER

Begrüßenswert ist, dass man einen Entwurf ausgewählt hat, der viele Einrichtungen erhält. Dennoch ist befürchten, dass der grundsätzliche Umbau der Wasseranlage und des Beckens zu einer störenden Dauerbaustelle führen wird. Das sollte im Landschaftsschutzgebiet so weit wie möglich vermieden werden.
Alarmierend könnte auch die Neustrukturierung der Zuwegung sein: „…um eine Sichtverbindung zum Dammweg herzustellen wird die Strauchschicht entlang des Weges ausgedünnt.“ (Erläuterungsbericht) Die Fahrradstellplätze sollen laut Planung in das Landschaftsschutzgebiet ausgelagert werden. Dieser Eingriff in den Naturraum ist kritisch zu sehen, der Plänterwald soll an keiner Stelle verkleinert werden. Die Fahrradstellplätze funktionieren auf dem Plansche-Gelände sehr gut und eine Sichtbarkeit der mitgebrachten Kindersitze etc. sind von Vorteil für die Nutzer. An der Stelle der heutigen Fahrradstellplätze eine Grünrabatte anzulegen ist in Abwägung der Nutzungen als eher unvorteilhaft anzusehen.
Fazit: Es soll stärker erhaltend geplant werden, der große Umbau soll entfallen. Es soll keine Eingriffe in den Plänterwald geben.

Landschaftsschützende Maßnahmen im Plänterwald?

Was geht vor im Plänterwald?
Jahrelang konnte sich der Plänterwald nahezu ungestört zu einem wunderbaren Erholungsgebiet entwickeln, dass von vielen Menschen wegen seines naturnahen Wildwuchses und der vielfältigen verschlungenen Wege und Pfade hoch geschätzt wird.
Seit 2011 gibt es wieder einen Förster, der für den Plänterwald zuständig ist. Seitdem wundern sich viele Menschen über Eingriffe und Maßnahmen, die das Erscheinungsbild des Waldes nachteilig verändern. Nach vielen Gesprächen mit dem Förster, Herrn Stefan Voigt, kann man folgendes Konzept feststellen:

• Die schmalen Wege sollen nach und nach „zugezogen“ werden, damit die Bodenbrüter wieder von Hunden ungestört brüten können.
• Auf den verbleibenden Hauptwegen soll die Verkehrssicherungspflicht umgesetzt werden, d.h. der Baumbestand entlang der Wege auf ein sicheres Maß zurückgestutzt werden.
• Der Spitzahorn soll, weil er ein „fremdes“ Gewächs sei und zu schnell wächst, stark dezimiert werden.
• Insgesamt soll der Wald ausgedünnt werden, damit wieder „Licht an den Boden“ kommt.

Es gibt viele Argumente, warum solche Maßnahmen, wenn sie denn als sinnvoll erachtet werden, nur sehr behutsam durchgeführt werden sollen. Das Landschaftsschutzgebiet muss bestimmungsgemäß in seiner Eigenart erhalten bleiben, der Naturhaushalt als Lebensraum muss gefördert werden und der Erholungswert darf nicht gemindert werden.
Die Art und Weise, wie bisher vorgegangen wurde, widersprechen allerdings diesen Grundsätzen weitgehend.

Die Qualität des Landschaftsschutzgebietes Plänterwald nimmt mit jedem „Wintereinschlag“ rapide ab. Es drängt sich zudem die Vermutung auf, dass Sturmschäden durch die neu entstehenden Lichtungen begünstigt werden.
Ein Effekt der Vergabe der von gefällten Bäumen an Brennholznutzer ist, dass wochenlang im Wald herumgesägt wird, was den Erholungswert des Waldes zeitweise stark herabsetzt.

Als Beispiele sind vier Maßnahmenschwerpunkte ausgewählt (Karte).

Das Zuziehen der Wege und Pfade – Beispiel 1

2011 begann ein unschönes Schauspiel um einen Pfad, der vom Klipper-Restaurant in den Wald führt (1, rot in der Karte). Der schöne kleine Pfad war als Alternative zum Weg entlang des Zaunes am Spreepark sehr beliebt. Das zauberhafte Waldstückchen wurde in einer großen Aktion „ausgeweidet“ – übrig blieben nur die größeren Bäume. Das Totholz wurde auf den Pfad gestapelt.

Im Ergebnis haben sich entlang der gesamten Strecke sehr schnell Parallelpfade gebildet. Weil dies nicht optimal erschien, wurden viele der Barrieren von Spaziergängern beiseite geräumt.

Das Drama zog sich mit immer neuen Fäll- und Stapelaktionen, Trampelpfadbildungen und Räumungen dahin. Mittlerweile war zu vernehmen, dass die Försterei endlich das öffentliche Interesse an dieser Wegebeziehung anerkannt hat und den Weg nun offenhalten will.

.

Die Ausdünnung des Waldgebietes 2

Dass diese Maßnahme nicht die gewünschten positiven Effekte gebracht hat, sieht auch der Revierförster ein. Unschöne Holzstapel, Baumruinen und Wurzelstöcke bieten kein gutes Bild. Der nordwestliche Waldabschnitt ist durch die Ausdünnung ein Paradies für Brennesselbewuchs geworden. Im Sommer werden dadurch sogar die Wege unpassierbar.

Auch dieser Zugang wird durch Baumfällungen immer weniger einladend. Baumruinen schaden dem Gesamtbild des Landschaftsschutzgebietes. Die Ausdünnungen im Randbereich fördern offenbar auch die Gefahr von Sturmschäden.

.

Die Zerstörungen im Waldgebiet 3

Im Dezember 2012 ging es plötzlich nahe der Kinderplantsche mit den Waldarbeiten los. Im Resultat sind gravierende „Löcher“ in den Wald geschlagen worden.

Mit schwerem Gerät wurde gearbeitet. Es wurden zahlreiche gesunde Bäume gefällt und der Charakter des Waldbereiches nachhaltig geschädigt.

Warum werden so viele Bäume gefällt?

.

Die Maßnahmen im Waldgebiet 4

2011 glich das Waldgebiet entlang der Spree vorübergehend einer Mondlandschaft. Es wurde wenig getan um die Wege wieder passierbar zu machen. Auch heute noch müssen insbesondere Sportler ein Verletzungsrisko auf den Wegen eingehen.
Der Wald wurde stark ausgedünnt – übrig blieben Holzstapel, die eine ungewohnte Ordnung in den Wald bringen und das Erscheinungsbild beeinträchtigen.

Wie bekannt wurde, darf von den Holzstapeln nichts entnommen werden. Brennholzsammler müssen das übrige Totholz auflesen. Übrig bleibt ein Waldboden, dem es an Totholz fehlt während die Holzstapel störende Fremdkörper im Wald darstellen. Dies widerspicht dem Konzept der Senatsverwaltung, Totholz zur Waldbodenverbesserung mehr denn je zu belassen, komplett.


.

Diverse Einzelmaßnahmen


Nutzholz zu Brennholz?

Es wurde immer wieder beobachtet, dass auch Bäume mit einem beträchtlichen Stammumfang zu Brennholz verarbeitet werden. Dieses offenkundige Beispiel zeigt eine gut 100 Jahre alte Eiche, die schon mal in Scheiben zersägt wurde.

Hier wird ein beträchtlicher Ahorn zu Brennholz zersägt


…und immer wieder die Wege…

Seit an dieser Stelle ein offenbar kerngesunder Baum gefällt wurde, muss seit Jahren Schlangenlinie gelaufen werden.

Lange Holzbarrieren sollten verhindern, dass zugezogene Wege umgangen werden können.
Immerhin taugt der Baumstamm, der vom Kleinkrieg gegen Spaziergänger übrig geblieben ist, noch als Sprungschanze…


Die Ästhetik der Verkehrssicherungspflicht

Mittlerweile sind die Maßnahmen an der Waldschule angekommen.