Plansche soll Baustelle werden

Die Plansche im Plänterwald erfreut sich großer Beliebtheit. Die Anlage wird seit Jahrzehnten liebevoll in Schuss gehalten und sie könnte noch ewig so weiterlaufen. Für technische und optische Verbesserungen ist in den winterlichen Betriebspausen ausreichend Zeit. Der geplante Umbau hat jedoch dazu geführt, dass die Maßnahmen zur Instandhaltung offenbar abgenommen haben.

Der Bezirk Treptow-Köpenick plant einen grundsätzlichen Umbau der Anlage. Statt Brunnenwasser soll zukünftig Trinkwasser verspritzt werden. Das Becken soll „umgestülpt“ werden, statt der Neigung nach innen und einem zentralen Wasserablauf fließt das Wasser dann über einen Buckel nach außen in zahlreiche Einläufe. Warum das alles besser sein soll erschließt sich nicht. Der Aufwand zur Unterhaltung sollte eigentlich geringer werden, nicht größer. Und eine größere bauliche Maßnahme im Landschaftsschutzgebiet ist garantiert.
Endgültig aufgegeben wird mit dem Buckelprofil die Möglichkeit, zeitweise Wasserflächen anzubieten oder im Winter eine Eisbahn. Mit den vielen hunderttausend Euro könnte das jetzige Becken bequem einen rutschfesten Belag bekommen, zudem eine schöne Mittelinsel als palmenbestandener Hingucker und Wasserfilter.

Eine Fotomontage mit Palmen-Mittelinsel:

Der Bezirk hat ohne Information der Öffentlichkeit geplant und einen Wettbewerb durchgeführt. Für Ideen der Nutzer zur Zukunft „ihrer“ Plansche – für sie wird ja geplant – war bisher kein Raum vorgesehen. Nun wird die Öffentlichkeit mit dem Ergebnis konfroniert.

Informationen des Bezirks HIER

Begrüßenswert ist, dass man einen Entwurf ausgewählt hat, der viele Einrichtungen erhält. Dennoch ist befürchten, dass der grundsätzliche Umbau der Wasseranlage und des Beckens zu einer störenden Dauerbaustelle führen wird. Das sollte im Landschaftsschutzgebiet so weit wie möglich vermieden werden.
Alarmierend könnte auch die Neustrukturierung der Zuwegung sein: „…um eine Sichtverbindung zum Dammweg herzustellen wird die Strauchschicht entlang des Weges ausgedünnt.“ (Erläuterungsbericht) Die Fahrradstellplätze sollen laut Planung in das Landschaftsschutzgebiet ausgelagert werden. Dieser Eingriff in den Naturraum ist kritisch zu sehen, der Plänterwald soll an keiner Stelle verkleinert werden. Die Fahrradstellplätze funktionieren auf dem Plansche-Gelände sehr gut und eine Sichtbarkeit der mitgebrachten Kindersitze etc. sind von Vorteil für die Nutzer. An der Stelle der heutigen Fahrradstellplätze eine Grünrabatte anzulegen ist in Abwägung der Nutzungen als eher unvorteilhaft anzusehen.
Fazit: Es soll stärker erhaltend geplant werden, der große Umbau soll entfallen. Es soll keine Eingriffe in den Plänterwald geben.


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